LOKALES - WAS PASSIERT IN GOTHAM CITY?

 

Eröffnung des Internats der Künste in Gotham City

Lisa ist aufgeregt. Sie wird gleich zur Eröffnung ihrer neuen Schule eine Vorführung haben. Sie tanzen ein eigen komponiertes Musical "Osama - The Musical" vor der Elite der Stadt um die Schule der Künste feierlich zu eröffnen und zu zeigen, dass diese Schule Talente wie Lisa fördert. Das Musical ist ein voller Erfolg. Vom Bühnenbild bis hin zur Musik, Choreo und den Kostümen haben die Kids alles selbst gemacht. Und werden mit tobenden Applaus belohnt. Eine weitere Besonderheit? Die Kids sind alle unter 16 Jahren alt. Lisa hatte einen Gesangspart und ist gerade einmal 11 Jahre alt. Lisa möchte aber nicht nur singen. Das hat sie gemerkt. Sie möchte auch tanzen. Auf die Frage nach ihrem großen Vorbild, antwortet sie mit strahlenden Augen: "Audrey Daniels. Ganz klar!" Lisa will sich mal so elegant bewegen wie sie es tut. Umso überraschter war sie natürlich, als Audrey Daniels selbst zur Eröffnung kam um das Band der Schule durchzuschneiden, mit der Goldenen Schere, die sie vom Direktor überreicht bekommen hat. Nach dem Durchschneiden, stimmt sie mit in den tobenden Applaus ein und besucht mit den Schülern die Räume des neuen Bildungsgebäudes in Old Gotham. Lisa ist total angetan von Audrey. "Sie ist total bodenständig und super nett. Und sehr elegant. Man merkt, dass sie Ballerina ist." Lisas Augen funkeln, als Audrey sie nach einer Gesangskostprobe fragt und Lisa gibt sich alle Mühe und singt ihr Lieblingslied "Fallin" von Alicia Keys. Audrey ist beeindruckt von dem Talent der Kinder und hält dann in der riesigen Aula noch eine Rede, in der sie die Kids ermutigt nicht aufzugeben und immer weiter ihr Ziel zu verfolgen. Nach einer kleinen Tanzeinlage mit den Kindern zusammen, muss der Star der Eröffnung aber weiter und wird von den Kindern nach draußen begleitet. Für Lisa ist es in vielerlei Hinsicht ein besonderer Tag gewesen und sie freut sich auf die Schule. "Eigentlich mögen viele Kinder die Schule nicht. Aber ich weiß jetzt schon, dass ich sie lieben werde."

- April Hoffmann für den Gotham City Herald



Art of Moving - HipHop-Schule für Kinder der Kistenstadt

Die Gegend ist nicht die Schönste. Das auf keinen Fall. Auf meine Frage hin, warum gerade das schäbige, graue Gebäude am Hafen, sagte man mir, hier ist das Waisenhaus, hier lungern sie alle rum. Man muss direkt vor Ort sein. Was nützt es wenn man in einem feinen Viertel seine Pforten aufschlägt, wenn man den Kindern im Ghetto helfen möchte. Sie würden nie dieses Viertel betreten. Der Hafen war der richtige Ort dafür. Wenn man das Gebäude betritt, vergisst man die kalte, graue Atmosphäre des Hafens. Alles ist bunt, die Möbel zusammengewürfelt und ausgefallen und was vor allem auffällt ist die Herzlichkeit die einem entgegenschlägt. Auch wenn ich mich etwas fehl am Platz gefühlt habe, man behandelt mich wie jemanden der dazugehört. Ich konnte anfangs gar nicht mit meinem Artikel weiter machen, weil die Kinder wild nach meinen Haaren griffen und die Farbe beneideten oder meine High Heels mörderisch fanden. Der Leiter und Besitzer und Lehrer dieser Tanzschule, die eine Konkurrenz mit anderen Tanzschulen ausschließen will, ist Tyler Gage, ein junger sehr großer Mann, mit breiten Schultern und einem strahlenden Lächeln, der sich um keinen Witz verlegen ist und auch direkt in die Flirtoffensive steigt. Wovon ich allerdings wenig beeindruckt bin, immerhin erschlagen die tollen Kinder und das Gesamtpaket einen fast. Tyler Gage führt mich rum und zeigt mir die großen Tanzräume in denen trainiert wird. "Die Kinder haben eine eiserne Disziplin. Denn ihr Ansporn ist ein anderer als der Zwang von zu Hause oder der Beste sein zu müssen", erklärt er mir. Die Kinder sehen diesen Ort als einzige Chance aus dem Ghetto zu entkommen. Dafür ist die Schule erbaut worden. Um Kinder zu helfen, der Kistenstadt Gotham zu entfliehen. Eine Leistung für den Unterricht erwartet er nicht, die Schule wird von großzügigen Spendern - Bruce Wayne, dem Gotham City Herald selbst und namhaften Tänzern - finanziert. Jährlich findet eine große Benefizveranstaltung statt, bei der sich die Reichen und Schönen der Stadt die Klinke in die Hand drücken. Ich verspreche ihm, bei der nächsten auch mal vorbei zu kommen. Mir gefällt die Idee und die Kinder freuen sich wirklich auf meinen Besuch. "Ich will mehr aus der Tanzschule machen, denn die Kinder wollen nicht nur tanzen. Sie wollen einen Ort an dem sie einfach mal etwas anderes machen können außer mit Drogen zu dealen oder Autos zu knacken." Tyler Gage und sein Team planen aus der Tanzschule ein Zentrum für die Kinder der Kistenstadt zu machen, dass ihnen mehr als nur Tanz bietet, sondern jeder Sparte ein wenig abdeckt. Die Hauptleidenschaft für Gage ist allerdings der Tanz und wird es auch immer bleiben. "Es war der HipHop der mich aus dem Ghetto holte."



Start in die neue Saison

Schon immer hatte der Gotham City Circus eine überragendes Programm und erfreute sich nicht nur allgemeiner Beliebtheit in der Stadt sondern auch außerhalb der Grenzen von Gotham. Es gilt unter Artisten als Privileg und große Ehre eine Saison lang in diesem Zirkus aufzutreten. Wenn man dauerhaft angeworben wurde, hatte man es ganz nach oben geschafft. Zumindest in den Staaten. In einer düsteren Stadt wie Gotham sind die farbenfrohen Artisten und Dompteure, Zauberer und Clowns, Musiker und Schauspieler ein absoluter Kontrast zu Realität. Deshalb ist der Zirkus so wichtig für die Stadt. Ich durfte bei den Proben für die neue Saison dabei sein, denn der Zirkus schlägt am 1. März seine Pforten wieder auf, nachdem er aus dem Winterschlaf erwacht ist. Nicht nur neue Gesichter kann man bestaunen sondern die Show wurde komplett neu geschrieben und steht wie jedes Jahr unter einem bestimmten Motto. Das darf ich natürlich nicht verraten, aber es ist traumhaft schön. Man zeigte mir wie die aufwändigen Kulissen entstanden sind und der Rundgang durch das Tiergehegte erinnerte mich stark an einen Zoo. Mit dem Unterschied, dass man nie so nah an einem Tiger heran durfte. Die Zauberin des Zirkus' seit einiger Zeit schon und immer noch gefragt, Trisha Lawn, verblüffte mich komplizierten Kartentricks, die ich nicht durchschauen konnte. Mein persönliches Highlight waren die Trapezkünstler. Eine derartig waghalsige und gleichzeitig anmutige Darbietung habe ich noch nie gesehen und ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Das Programm für die nächste Saison ist kunterbunt gemischt und für Groß und Klein. Wer sich das Spektakel nicht entgehen lassen möchte, sollte sich rechtzeitig Karten holen, denn die Nachfrage ist wie jedes Jahr sehr groß. Start der Saison ist der 1. März mit einer großen Galaveranstaltung für exklusive Gäste des Zirkus. Danach ist der Zirkus für den Publikumsverkehr geöffnet. Mein abschließendes Fazit: Es lohnt sich hinzugehen!